Der langjährige Direktor a.D. Dr. Stefan Hasler zur Geschichte der Mittelschule Klausen:

Die Geschichte der Mittelschule Klausen beginnt mit dem Schuljahr 1963/64. Bevor damals die Mittelschule eingeführt wurde, gab es in den Jahren 1961/62 und 1962/63 die kaufmännische Vorbildungsschule als Schulversuch. Direktorin Frau Dr. Letrari-Wasserman führte die Schule in diesen Jahren. In den folgenden Schuljahren 1965/66 und 1966/67 war Frau Dr. Kleinheinz die Direktorin.

Ab dem Schuljahr 1967/68 bis zum Schuljahr 2002/03 stand Direktor Dr. Stefan Hasler der Schule vor. Auf Direktor Dr. Hasler folgten die Direktoren Dr. Bruno Mayrl für 4 Jahre bis zum Schuljahr 2006/07, anschließend Dr. Ingrid Pertoll für 1 Schuljahr, Dr. Anna Maria Klammer für 2 Schuljahre und seit dem Schuljahr 2010/11 Herr Dr. Kurt Gasser.

 

Die Schüler und Schülerinnen der Mittelschule kamen von Beginn an von den Gemeinden Klausen, Villanders, Barbian, Lajen, Teilen der Gemeinden Ritten, Kastelruth und Feldthurns.
Ab dem Schuljahr 1967/68 besuchten auch die Mittelschüler der Gemeinde Villnöß die Schule in Klausen. Durch diesen Neuzugang erhöhte sich die Klassenzahl von 10 auf 15.

Wie man an der folgenden Tabelle erkennen kann, war die Schüleranzahl vor allem Ende der 1970er Jahre sehr hoch, sank in den 80er Jahren wiederum ab und pendelt seitdem um ca. 500 Schüler/innen. In den Jahren 1977-1979 waren insgesamt 879 Schüler/innen in der Mittelschule eingeschrieben.
Letzthin waren durchgehend ca. 20 Schüler/innen in einer Klasse. Einzig in den Jahren mit sehr hohen Schüleranzahl erhöhte sich dieser Schnitt auf knapp 24 Schüler/innen pro Klasse.

Erstmals wurden 1967/68 im „Bergamt“ Klassenräume eingerichtet. Weitere Klassen sowie die Verwaltungsräume wurden in vier Gebäuden in der Stadt untergebracht.
Mit der Zunahme der Schülerzahlen in den kommenden Jahren wurden zusätzliche Klassenräume im Bergamt und im Gerichtsgebäude adaptiert.
Mit 1. Oktober 1974 wurde das neu errichtete Schulgebäude in der Bahnhofstraße in Betrieb genommen. Dieses war für 24 Klassen mit Sonderräumen und Turnhalle gebaut worden.
In den 1980er Jahren wurde während zweier Schuljahre das „Bergamt“ als Schulgebäude ausgebaut. Sekretariat, Direktion, Lehrerzimmer, Sonderräume und eine Turnhalle wurden mit eingeplant, um eventuell später eine eigene Schule mit 12 Klassen zu ermöglichen. Während des Umbaues in diesen zwei Schuljahren wurden alle Klassen im Hauptgebäude untergebracht, wobei alle Sonderräume als Klassenräume benutzt werden mussten.

Das Hauptgebäude in der Bahnhofstraße wurde in den Jahren 2008 und 2009 umgebaut. Bei diesem letzten Umbau wurde eine neue Bibliothek errichtet, die Verwaltungsräume sowie mehrere Unterrichtsräume abgeändert und ein Teil des Dachbodens für Unterrichts- und Sonderräume erschlossen. Im Zuge dieses Umbaus wurde das „Bergamt“ aufgelassen und der Grundschuldirektion Klausen II und der Musikschule übergeben. Die Mittelschule verfügt seitdem über 24 Unterrichtsräume, zwei Technik-, zwei Kunst-, zwei Musik- und zwei Computerräume und über einen Naturkunderaum. Zusätzlich dazu stehen noch ein Freiarbeitsraum, die Aula sowie 11 Sonderräume zur Verfügung.

Von Beginn an gab es für die Schüler und Schülerinnen eine Jause; zuerst ein Glas Milch und eine Semmel, später warmen Tee und verschiedene Brote.
Schon in den ersten Jahren der Mittelschule Klausen wurden aufgrund der Anforderungen des Schülertransportes zwei Unterrichtsturnusse eingeführt:
1. Turnus: 7.25 Uhr – 12.20 Uhr
2. Turnus: 8.20 Uhr – 13.15 Uhr.

Seit 2001/02 wurde ein Einheitsturnus für alle Schüler/innen eingeführt, welcher um 7.30 Uhr beginnt und um 12.50 Uhr am Vormittag endet. Seit dem Schuljahr 2007/08 wurde den Schülereltern die Möglichkeit gegeben, sich entweder für eine 5-Tages-Woche oder die unveränderte 6-Tages-Woche zu entscheiden. Bei der 5-Tages-Woche wurde auch am Dienstag- und Donnerstagsnachmittag unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es nur mehr die 5-Tage-Woche, welche am Dienstag- und Donnerstagsnachmittag jeweils zwei Unterrichtstunden vorsieht.